Kategorie: Allgemein

Neue Herausforderung für Versicherer: KI-gestützte Betrugsversuche

21.07.2026 | Neue Herausforderung für Versicherer: KI-gestützte Betrugsversuche

Mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugte Bilder sind mittlerweile selbst für geübte Augen nicht mehr von authentischen Fotos zu unterscheiden. Die Betrugsbekämpfung im Versicherungswesen macht das naturgemäß nicht einfacher. Es braucht heutzutage kein technisches Know-how mehr, um Schadensbilder oder Dokumente wie Rechnungen zu fingieren, auch eine plausible Schilderung des angeblichen Schadenshergangs liefert die KI auf Wunsch mit.   Für die Versichertengemeinschaft, die am Ende für die ergaunerten Summen geradestehen muss, ist das eine besorgniserregende Entwicklung. Schon bisher, mit konventionellen Betrugsmethoden, flossen pro Jahr nach einer Schätzung des Branchen-Gesamtverbands GDV rund 6 Milliarden Euro unrechtmäßig aus den Kassen der Schaden- und Unfallversicherer ab. Hoffnung stiftet indes, dass die KI beides kann: Betrugsbeihilfe und Betrugsaufdeckung. So nutzen die Versicherer verstärkt selbst KI, um Schadensfälle zu prüfen. „Die große Mehrheit der Versicherten reicht Schäden korrekt ein“, betont der GDV. „Gleichzeitig ist Versicherungsbetrug kein Kavaliersdelikt. Wer Fotos manipuliert, Belege fälscht oder Schäden vortäuscht, riskiert nicht nur den Verlust des Versicherungsschutzes, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen.“  
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Zahl der Superreichen in Deutschland kräftig gestiegen

25.06.2026 | Zahl der Superreichen in Deutschland kräftig gestiegen

Mit „Ultra High Net Worth Individuals“ werden in der Finanzsprache Menschen bezeichnet, die über mehr als 100 Millionen US-Dollar verfügen, zumindest nach der Definition des Beratungsunternehmens BCG. Immobilien sind dabei außen vor, es zählen lediglich Finanzwerte wie Aktien und Fondsanteile, Bar- und Kontoguthaben, Schuldverschreibungen und Pensionen. Das Vermögen muss die 100-Millionen-Grenze pro Kopf überschreiten, um zum erlesenen Kreis der Superreichen zu gehören, ein Familienbesitz in dieser Höhe reicht nicht aus. Trotz dieser hohen Hürden zählen in Deutschland laut „BCG Global Wealth Report“ mittlerweile rund 5.000 Menschen dazu, ein Zuwachs von 1.100 gegenüber dem Vorjahr. Die Superreichen verfügen über 27,3 Prozent des gesamten deutschen Finanzvermögens.  Dieses beträgt rund 12,4 Billionen US-Dollar, womit Deutschland weltweit an vierter Stelle rangiert, nach den USA (147 Billionen), China (41,5 Billionen) und Japan (15,6 Billionen). Als eher vorsichtige Anleger halten die Bundesbürger allerdings vergleichsweise wenige Aktien und setzen eher auf Sachwerte wie Immobilien oder Edelmetalle. Deren Gesamtwert taxiert BCG auf 13,4 Billionen US-Dollar, womit sie mehr als die Hälfte des deutschen Vermögens ausmachen.
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Schäden durch Fahrraddiebstähle bleiben auf hohem Niveau

25.06.2026 | Schäden durch Fahrraddiebstähle bleiben auf hohem Niveau

Rund 115.000 gestohlene Fahrräder wurden den deutschen Versicherern 2025 gemeldet, wie deren Gesamtverband GDV kürzlich bekannt gab. Das markiert einen neuen Tiefststand – vor 20 Jahren waren es mehr als doppelt so viele, 2022 noch 150.000. Dieser erfreuliche Trend wird jedoch durch die steigenden Werte konterkariert: Die durchschnittliche Schadenssumme erreichte mit 1.270 Euro ein Allzeithoch (2006: 370 Euro; 2022: 1.000 Euro). Dadurch verbleibt der insgesamt von den Versicherern ausgezahlte Betrag auf dem Rekordniveau von circa 150 Millionen Euro, wo er seit 2022 verharrt.   „Viele Fahrräder sind heute deutlich teurer als noch vor wenigen Jahren. Deshalb sollten Versicherte regelmäßig prüfen, ob der Versicherungsschutz noch zum aktuellen Wert des Fahrrads passt“, empfiehlt der GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Grundsätzlich greift die Hausratversicherung, wenn ein Fahrrad bei einem Einbruch in Keller, Wohnung oder Garage entwendet wird. Für Schutz im öffentlichen Raum benötigt man einen Extra - Versicherungsbaustein. Gerade bei hochwertigen Zweirädern kann aber für eine umfassende Absicherung eine eigene Fahrradversicherung sinnvoll sein.  
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Warum moderne Kfz-Assistenzsysteme Schäden, aber nicht Kosten reduzieren

09.06.2026 | Warum moderne Kfz-Assistenzsysteme Schäden, aber nicht Kosten reduzieren

Viele Menschenleben wurden durch die Assistenzsysteme, die in heutigen Autos verbreitet sind, schon gerettet – ob durch Spurhalte- oder Müdigkeitswarner, Notbrems- oder Rückfahrassistent. Zudem senken sie die Schadensfallzahlen und -ausmaße. Das müsste sich auf den ersten Blick günstig auf die Versicherungsbeiträge auswirken, schließlich hängen die wesentlich vom Schadensaufkommen ab. Doch mit einer Entlastung ist laut der Trendanalyse „Kfz-Versicherung 2040 – Automatisiertes Fahren & E-Mobilität“ des Versicherer-Gesamtverbands GDV nicht zu rechnen. Denn all die zusätzliche Technik macht die Fahrzeuge auch komplexer und Reparaturen aufwendiger und teurer. Dadurch wird das sinkende Schadensaufkommen – die Analysten prognostizieren ein Minus von 9 bis 14 Prozent bis 2040 – mehr als kompensiert. „Technologie macht das Autofahren sicherer, aber nicht automatisch günstiger. Ersatzteile und Reparaturen sind im vergangenen Jahrzehnt um durchschnittlich 3,7 Prozent pro Jahr teurer geworden – das ist der stärkste Kostentreiber“, resümiert die stellvertretende GDV - Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach.
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Deutsche bleiben gegenüber Kryptos zurückhaltend

26.02.2026 | Deutsche bleiben gegenüber Kryptos zurückhaltend

Was Kryptowährungen sind, ist laut einer aktuellen Umfrage des Beratungsunternehmens BearingPoint mittlerweile neun von zehn Bundesbürgern bekannt. Doch nur ein gutes Viertel der rund 2.000 Teilnehmer hält Kryptos für eine geeignete Geldanlage, lediglich 18 Prozent besitzen selbst Coins. Zum Vergleich: Aktien finden 68 Prozent anlagetauglich, Gold 72 Prozent. Die Zurückhaltung gegenüber Bitcoin, Ethereum & Co. liegt vor allem in deren Wertschwankungen begründet, die auf 51 Prozent der Befragten abschreckend wirken. 41 Prozent hält die schwache Regulierung des Marktes von einem Kryptoengagement ab, während ebenso viele die Aufbewahrung von Kryptowerten als zu unsicher erachten. Der Bitcoin-Kurs schwächelte zuletzt zwar, doch Fantasie findet sich unter Kryptoexperten nach wie vor. Die US-Investmentbank JP Morgan hält in den nächsten Monaten eine kräftige Hausse für wahrscheinlich, ihre Wettbewerberin Goldman Sachs erwartet in diesem Jahr gar einen Kurs von 160.000 US-Dollar. Das wäre gegenüber dem Januar ein Plus von fast 80 Prozent. Wo es so viele Chancen gibt, lauern allerdings auch beträchtliche Risiken, wie jedem Anleger klar sein sollte.
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Kosten für Kfz-Ersatzteile und -Werkstätten weiter auf Höhenflug

11.11.2025 | Kosten für Kfz-Ersatzteile und -Werkstätten weiter auf Höhenflug

Die Preise für Reparaturen am Auto eilen der allgemeinen Inflation nach wie vor deutlich voraus. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) errechnet hat, verteuerten sich die Ersatzteilpreise zwischen August 2024 und August 2025 im Schnitt um 6 Prozent, in manchen Produktgruppen gar um 8 Prozent. Insgesamt steht damit seit 2015 ein Kostenanstieg von über 80 Prozent unterm Strich, während sich die allgemeine Preissteigerung in diesem Zeitraum auf 31 Prozent belief. Das gleiche Bild bietet sich bei den Werkstattpreisen: Die durchschnittlichen Stundensätze lagen 2024 erstmals über der 200-Euro-Marke – 202 Euro, wenn es um Elektrik, Mechanik oder Karosserie ging, 220 Euro für Lackierarbeiten. Das entspricht einer 50-prozentigen Steigerung gegenüber dem Preisniveau von 2017. Auch hier lag die allgemeine Inflationsrate mit 24 Prozent weit darunter. Zum Vergleich: Die Prämien für Kfz-Haftpflichtversicherungen stiegen im selben Zeitraum im Schnitt lediglich um gut 7 Prozent.
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Immobilienkauf wieder attraktiver

22.09.2025 | Immobilienkauf wieder attraktiver

In den meisten deutschen Regionen ist bis 2035 mit einer Wertsteigerung von Wohnimmobilien zu rechnen. Zu diesem Schluss kommt das Hamburger WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) in seiner jährlich im Auftrag einer Großbank erstellten Marktanalyse. Im Durchschnitt werde das Preiswachstum von Bestands-Eigentumswohnungen bei 0,4 Prozent jährlich liegen. In dieser Hinsicht wird Leipzig mit 1,9 Prozent p. a. das größte Potenzial zugetraut, gefolgt von den Landkreisen Barnim (1,3), Oberhavel und Konstanz (beide 1,2). Für Käufer haben sich die Bedingungen im vergangenen Jahr leicht verbessert. So sank der Vervielfältiger (Kaufpreis im Verhältnis zur Jahresnettokaltmiete) bundesweit von 26,3 auf 24,8. Besonders günstig ist er in Worms mit 20,9, in Ludwigshafen am Rhein (21,1) und in Frankenthal/Pfalz (22,3). Am anderen Ende der Skala stehen die Ferienregionen an der Nordseeküste – wer im Kreis Nordfriesland Immobilieneigentümer werden will, muss im Schnitt über 70 Jahresnettokaltmieten auf den Tisch legen. In 40 der 400 untersuchten Regionen sehen die Analysten „derzeit sehr gute Bedingungen für den Kauf von Eigentumswohnungen aus dem Bestand“, weil sie einen Vervielfältiger von unter 25 mit einer Wachstumsprognose von mindestens 0,6 Prozent p. a. verbinden. 19 dieser Regionen grenzen direkt an eine der sieben größten deutschen Städte
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Pflege-Eigenbeteiligung überspringt 3.000-Euro-Marke

14.08.2025 | Pflege-Eigenbeteiligung überspringt 3.000-Euro-Marke

Wer im Pflegeheim wohnt und betreut wird, muss immer tiefer in die eigene Tasche greifen: Mit einer Steigerung von 8,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr hat die durchschnittliche Eigenbeteiligung erneut einen Satz nach oben vollzogen, der die allgemeine Teuerungsrate weit hinter sich lässt. Nach Daten des Verbands der Ersatzkassen (vdek) müssen aktuell 3.108 Euro monatlich zugezahlt werden; 2024 lag der Durchschnittswert bei 2.871 Euro. Am kostspieligsten ist stationäre Pflege in Bremen (3.449 Euro) und Nordrhein-Westfalen (3.427), während die Sachsen-Anhaltiner (2.595) den bundesweit geringsten Zuschuss leisten müssen. Ein baldiges Ende dieser enormen, stetig wachsenden Belastung für Pflegebedürftige zeichnet sich nicht ab. Die vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner fordert deshalb Reformen, etwa eine Übernahme der Investitions- und Ausbildungskosten durch die Länder. Dadurch ließe sich die Durchschnitts-Eigenbeteiligung um 507 bzw. 114 Euro senken. Auch damit dürften die Pflegekosten allerdings noch die finanziellen Möglichkeiten vieler Bundesbürger sprengen. Eine zeitige private Vorsorge mit einer Pflegezusatzversicherung kann dieses Kostenrisiko für wenige Euro im Monat effektiv entschärfen.
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Vorsicht vor überhöhten Arztrechnungen im Ausland!

05.08.2025 | Vorsicht vor überhöhten Arztrechnungen im Ausland!

Kommt es im Urlaub zu Verletzungen oder Erkrankungen, ist eine ärztliche Konsultation oft unvermeidlich. Sorgsam sollte man jedoch auswählen, bei wem man sich in Behandlung begibt – und das nicht nur aus medizinischen Gründen. Denn einige Versorger nutzen die Not betroffener Touristen zur Abzocke. So mehren sich etwa Berichte, wonach in ägyptischen Reisehochburgen mitunter das 20- bis 30-Fache der Honorare verlangt wird, die hierzulande üblich sind. Besonders unangenehm fallen dabei Hotelärzte und -kliniken auf. Es kommt auch vor, dass Hotelpersonal Provision für die Empfehlung an bestimmte Mediziner erhält, weshalb solche Tipps nicht immer zuverlässig sind. Der ohnehin dringend zu empfehlende Abschluss einer Auslandsreisekrankenversicherung schützt die überteuert behandelten Patienten nur bedingt: Erstattet werden nur die ortsüblichen Kosten. Den Rest müssen die Versicherten selbst übernehmen. Sie sollten daher wenn möglich Vertragsärzte und -kliniken des Versicherers in Anspruch nehmen. Zudem ist es sinnvoll, die Leistungen und Preise vor einer Behandlung schriftlich zu fixieren.
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